Trotz Basel II und steigender Zinsen: Mittelständler kümmern sich zu wenig um ihre Kreditwürdigkeit
Die Kreditvergabe wird teurer und immer restriktiver gehandhabt. Schuld
sind die Basel II-Richtlinien und vor allem die steigenden Zinsen und
internationalen Kreditkrisen. Wenn ein Unternehmer Fremdkapital
braucht, muss er die geplante Investition noch sorgfältiger
dokumentieren, noch höhere Sicherheiten bieten, Geschäftsdaten noch
umfassender offenlegen. Für kleine Firmen wird es schwierig, überhaupt
einen bezahlbaren Kredit zu bekommen. Dennoch ist die eigene
Kreditwürdigkeit vielen Mittelständlern immer noch nicht wichtig genug.
Doris Dreyer, Geschäftsführerin des Softwarehauses FibuNet, rät
dringend zu wertorientiertem Management und zum Primat der ungeliebten
Buchhaltung.
Quickborn, 27.08.2008 – „Die US-Wirtschaft wird in erster Linie
von der Immobilienkrise in eine Rezession getrieben, die sich mit
Zeitverzug auch auf die Exportnation Deutschland übertragen wird. Wenn
auch keine Kreditklemme existiert, wird die Kreditaufnahme teurer und
die Bonitätsprüfung schärfer werden“, prophezeit Oliver Holtemüller,
Konjunkturexperte und Professor für Makroökonomie der RWTH Aachen.
Dabei haben allein die strengeren Bonitätsprüfungen durch die Basel
II-Richtlinien schon Firmen zur Aufgabe gezwungen, die vor 2007 mit
einer wohlmeinenden Hausbank durchaus Überlebenschancen gehabt hätten.
Das
weiß auch Doris Dreyer, Geschäftsführerin und erfahrene Beraterin des
1984 gegründeten, mittelständischen Software-Hauses FibuNet aus
Quickborn, das Systeme für die Finanzbuchhaltung und das Controlling
entwickelt: „Auch wir kennen extreme Fälle aus unserer jahrelangen
Beraterpraxis. Plötzlich werden Kredite nicht gewährt oder nicht
verlängert, weil die Unterlagen nicht mehr den neuen Anforderungen nach
Basel II entsprechen. Dann rächt sich schlechte Datenqualität in der
Finanzbuchhaltung und ein fehlendes Controlling. Manche Unternehmen
suchen erst dann externe Hilfe, wenn das Kind schon in den Brunnen
gefallen ist. “
Eine mitreißende Story und gute Bilanzen allein entlocken dem Banker
von heute nur ein müdes Lächeln. Mittelständler, die einen Großteil
ihrer Investitionen über externe Kredite finanzieren, müssen den
eigenen Unternehmenswert kennen und kommunizieren können. Wo stehen
wir? Wo geht es hin? Wieviel Eigenkapital haben wir? Entstehen
Liquiditätsengpässe und warum? Was wäre, wenn? Nur wer solche Fragen
beantworten kann, darf auf bessere Konditionen, eine kurzfristige
Erhöhung des Kreditvolumens oder die Finanzierung größerer
Investitionen hoffen. Doch nach einer KfW-Befragung von 2008 zur
Unternehmensfinanzierung wissen etwa 50 % aller befragten Unternehmen
bis heute nicht, welche Rating-Kriterien die eigene Hausbank anlegt,
und ein Fünftel kennt die eigene Bewertungsnote nicht. Eine Studie der
Creditreform belegt, dass für bereits ein Drittel der deutschen
Unternehmen die Kreditaufnahme schwieriger geworden ist.
Falsche Zahlenbasis kann böse Überraschungen mit sich bringen
Ein Grundproblem kennt Doris Dreyer aus der täglichen Beratungspraxis:
„Von einem konsequenten, wertorientierten Controlling sind viele
mittelständische Firmen noch weit entfernt. Ungenaue, falsche oder
fehlende Zahlen in der Buchhaltung, auf die wir im Tagesgeschäft immer
wieder stoßen, sind da nur der Anfang. Sie scheinen harmlos, können
aber zu eklatanten Fehlentscheidungen oder zu unerwarteten Problemen
mit Basel II führen. Denn ohne verlässliche, genaue Zahlenbasis sind
Verhandlungen mit Banken über Kredite und Konditionen ein reines
Glücksspiel.“ Nicht nur, dass eine zukunftsweisende Investition dann
oft nicht finanziert werde. Gelegentlich stelle sich sogar heraus, dass
Unternehmen insolvent sind, ohne es selbst zu wissen.
Wenn die verschärfte Bonitätsprüfung auf eine beunruhigend schmale
Eigenkapitalausstattung trifft, ist in jedem Fall Schluss mit günstigen
Konditionen: „Die Kreditkosten werden gerade für kleine und mittlerer
Unternehmen zwangsläufig steigen“, erwartet Doris Dreyer. „Für manche
Unternehmen können die höheren Zinsen bei ohnehin scharfer
Kostenkalkulation das Ende bedeuten.“
Wechselseitige Abhängigkeiten abbilden
Um jederzeit gute Karten bei der Hausbank zu haben, müssen
Geschäftsführer ihre Firma konsequent wertoriertiert führen und
durchorganisieren. Wer schnell aussagekräftige Forecast- und
Planbilanzen, GuV- und Cash-flow-Rechnungen auf den Tisch legen muss,
braucht Instrumente wie Marktpotenzialanalysen, Marketing- und
Vertriebskonzepte, ein stringentes Lieferanten- und
Forderungsmanagement und last but not least ein Kennzahlensystem. „Die
wechselseitigen Abhängigkeiten der Ergebnisplanung, der Bilanz- und
Finanzplanung mit der direkten oder der indirekten Cash-flow-Berechnung
müssen in der Unternehmenssoftware abgebildet, die Teilansichten
integriert werden“, rät Doris Dreyer. So gerüstet könne man auch
proaktiv das Gespräch mit der Bank suchen und
Verbesserungsmöglichkeiten ausloten.
FibuNet bietet hier integrierte (auch nachrüstbare) „Geschäftsanalytik“
an, um Chefs ein genaueres Bild der Unternehmenslage zu liefern,
Missstände zu erkennen und zu beheben sowie die eigene Kreditwürdigkeit
zu sichern. Die FibuNet-Lösung, derzeit in über 1.250 Unternehmen im
Einsatz, bietet dazu ein spezielles Planungs- und Auswertungstool. Mit
dem FibuNet PLANNER können Ist-Werte aus der Finanzbuchhaltung zu
differenzierten Planszenarien mit hoher Genauigkeit verarbeitet werden.
Die Planzahlen stehen anschließend sofort dem Rechnungswesen,
beispielsweise für weitere Liquiditätsplanungen oder für Planbilanzen,
zur Verfügung. Der Anwender kann außerdem direkt aus dem Planungstool
auf Geschäftslogik-Daten und Daten der Buchhaltung zugreifen.
Doch eine Unternehmenssteuerung über Rechnungswesen und Controlling ist
vielen Chefs noch fremd, weiß die FibuNet-Chefin: „Gerade im
Mittelstand kommen Geschäftsführer meist aus technischen Disziplinen.
Sie haben den Fokus in der Regel nicht auf ihrer Buchhaltung, die sie
noch allzu oft als notwendiges und Kosten treibendes Übel sehen und
recht stiefmütterlich behandeln.“
FibuNet GmbH
Der Name FibuNet steht für die Entwicklung innovativer
Finanzbuchhaltungs- und Controlling-Systeme. Hauptsitz des
inhabergeführten Unternehmens ist Quickborn bei Hamburg. Mit über 25
Jahren Branchenkompetenz in der Prozessoptimierung rund um
Finanzbuchhaltung, Controlling und Unternehmenssteuerung ist die
FibuNet GmbH heute einer der führenden Spezialanbieter im Markt. Mit
der eigen entwickelten Finanzbuchhaltungs-Software FibuNet setzt das
Unternehmen seit Bestehen Maßstäbe für die gewerbliche Wirtschaft.
Bundesweit ist FibuNet in mittelständischen und Groß-Unternehmen mehr
als 1.250 Mal im Einsatz. FibuNet beinhaltet Branchenspezialitäten für
Autohäuser, Filialbetriebe, Versandhandel, Bauträger, Tourismus und
Industrie. Auszug aus der Kundenliste: A. Höhne Söhne, AR Maschinenbau,
Berliner Effektengesellschaft, CONTEAM:GRUPPE, DLRG, Flensburger
Schiffbaugesellschaft, Golf House Direktversand, IG Bau, Netto
Marken-Discount, Nordfrost Kühl- und Lagerhaus, Pearl Agency, Pyramid
Computer, Soetebier Dorfbäckerei, VW Osenstätter.
Die TÜV- & 100% GDPdU- & GoBS-zertifizierte Lösung FibuNet
bietet dem Anwender ein Höchstmaß an Sicherheit, Schnelligkeit und
Funktionalität. Das Fachmagazin „Bilanzbuchhalter und Controller“ kürte
daher die FibuNet Lösung mit großem Vorsprung zum dritten Mal
hintereinander zum Testsieger: „Kein anderes
Finanzbuchhaltungs-Programm begeistert die Anwender mehr als FibuNet.“
FibuNet GmbH
Pascalkehre 13
D-25451 Quickborn
Tel: +49 (0) 4106 77 43-0
Fax: +49 (0) 4106 77 43-17
Internet: www.fibunet.de
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